Robotik-Zentrum am Helios-Universitätsklinikum Wuppertal

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V.l.: Steuerungskonsole, Monitorturm und die Robotik-Einheit mit den Instrumenten bilden zusammen den Da-Vinci-Operationsassistenten. Auch wenn die Komponenten fahrbar sind, brauchen sie einen großen Operationssaal. | Foto: Helios-Universitätsklinikum Wuppertal
V.l.: Steuerungskonsole, Monitorturm und die Robotik-Einheit mit den Instrumenten bilden zusammen den Da-Vinci-Operationsassistenten. Auch wenn die Komponenten fahrbar sind, brauchen sie einen großen Operationssaal. | Foto: Helios-Universitätsklinikum Wuppertal
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Privatdozent Dr. Friedrich-Carl von Rundstedt leitet seit März 2019 die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Helios-Universitätsklinikums Wuppertal im Kollegialsystem mit dem langjährigen Direktor Prof. Dr. med. Stephan Roth, der noch einige Jahre bleiben wird. Gemeinsam mit anderen Abteilungen gründen sie das erste „Helios Robotik-Zentrum“. Im Focus steht dabei im ersten Schritt die Prostata-OP, andere Fachabteilungen werden auch bald damit arbeiten.

Computerassistierte Prostata-Operationen

„Hier führen wir gerade die Roboter-assistierte Urologie ein. Der Da-Vinci-OP-Assistent der neuesten Generation ist wichtiger Bestandteil unseres Operationssaals, wir haben zahlreiche Patienten erfolgreich operiert“, erzählt Robotik-Spezialist von Rundstedt, der diese Methode in einer zweijährigen Weiterbildung in den USA erlernt hat.

Beim Operieren mit dem Da-Vinci-Operationssystem unterstützt ein Computer mit feinen Geräten die Handbewegungen des Operateurs ausgleichend und erweitert dessen Aktionsradius. Durch extrem wendige Instrumente werden neue Operationsfelder erschlossen. Über winzige Röhren werden Instrumente, Licht und Kameras in den Körper des Patienten eingeführt. Der Roboter hält die Geräte und führt die notwenigen Bewegungen aus, die der Operateur an der Konsole vorgibt. Kein Zittern, keine Kraftprobleme mehr, keine fehlende Sicht auf Operationsgebiete – denn der Roboter kann auch in Regionen arbeiten, an die das Skalpell in der Hand nicht gut hinkommt. Dabei gilt immer: Es operiert nicht das Gerät, sondern der erfahrende Chirurg, er lässt sich aber helfen, um die OP sicherer zu machen und viel mehr Möglichkeiten zu haben.

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Damit betreibt das Helios-Universitätsklinikum den ersten OP-Roboter im Bergischen Land. „Wir wissen heute, dass die Operation mit dem Roboter dem Patienten in vielerlei Hinsicht eine schnellere Heilung ermöglicht. Wir dringen durch winzige Schnitte in die Körperhöhlen ein und können dort sehr viel komfortabler operieren, da sich die winzigen Instrumente zum Beispiel um mehr als 360 Grad drehen lassen. Das kann keine menschliche Hand“, so von Rundstedt.

„Wir freuen uns sehr, mit Dr. von Rundstedt einen erfahrenen Urologen und Operateur als Chefarzt an unserem Haus zu begrüßen. Gemeinsam mit Prof. Roth und Prof. Fleisch aus der Gynäkologie wird er am Haus ein fachübergreifendes Robotik-Zentrum etablieren“, so Prof. Dr. Rudolf Leuwer, Ärztlicher Direktor des Helios-Universitätsklinikums Wuppertal.

Dass nicht jede OP mit dem Assistenten erfolgen wird, erläutert Dr. von Rundstedt so: „Welche OP-Methode ein Patient erhält, ist ganz individuell. In einigen Fällen sind die konventionellen OP-Verfahren sinnvoller. Es ist ein Vorteil, dass viele Alternativen unter einem Dach zur Verfügung stehen.“

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