Michael Tschernysch: Musik ohne Ecken und Kanten

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Michael Tschernysch spielte mit einem Schüler Saxofon... | Foto: Sarah Gold
Michael Tschernysch spielte mit einem Schüler Saxofon... | Foto: Sarah Gold
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Der Musiker Michael Tschernysch spielt Saxofon, Klarinette und Gitarre, ist für diese Ins­trumente als Musiklehrer tätig und war im April 2019 zum ersten Mal zu Gast im Café Lichtblick an der Gertenbachstraße. Nun kann man nur unter erschwerten Bedingungen ein Konzert für Blasinstrumente solo aufführen. Das ist der Grund, warum Michael Tschernysch die Tonspuren per Computer einspielte, allerdings ohne die Lead-Stimme, die er dann im Konzert hinzufügte.

Seine Liebe scheint der Easy

Listening-Jazz zu sein. Seine Version von „Stardust“, einem der bekanntesten Jazz-Standards, war ohne Ecken und Kanten. „Petite Fleur“, eine weitere weltbekannte Komposition (Sidney Bechet), swingte dezent. Man muss erwähnen, dass die per Computer eingespielte Tonspur zu „Round Midnight“, einem sehr dem Blues angenäherten Stück von Thelonius Monk, arg kitschig daherkam, zu viele Streicher verkleisterten das Gesamtbild, zu sauber spielte der Musiker diese bluesgetränkte Komposition. Die lebhafteren Töne liegen ihm mehr, und so zeigte Tschernysch im sebstkomponierten „Macho Blues“, dass er schnell und funky spielen kann.

...und begleitete seine Tochter auf der Gitarre. |
…und begleitete seine Tochter auf der Gitarre. | Foto: Sarah Gold

Michael Tschernysch bestritt nicht alleine die neunzig Konzertminuten. Einer seiner Schüler unterstützte ihn bei einem soulverwandten Song, später noch bei Ray Charles‘ „Hit The Road Jack“. Die Tochter des Musiklehrers sang „Boulevard of Broken Dreams“ und erhielt – ebenso wie der saxofonspielende Schüler – Szenenapplaus.

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Ein wieder einmal unterhaltender Musikabend im Café Lichtblick.

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