Kinderbibelwoche: Echte Freunde sind wichtiger als virtuelle Likes

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Gemeinsam marschierte die Kinderschar vom CVJM-Haus zur katholischen Kirche Heilig Kreuz. | Foto: Anna Mazzalupi
Gemeinsam marschierte die Kinderschar vom CVJM-Haus zur katholischen Kirche Heilig Kreuz. | Foto: Anna Mazzalupi
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Freundschaft ist ein wertvolles Gut der Gesellschaft. Wie wichtig Freunde sind, lernten rund 50 Kinder bei der ökumenischen Kinderbibelwoche (KiBiWo) im CVJM-Haus in der ersten Osterferienwoche. Unter dem diesjährigen Motto „Freunde fürs Leben“ beschäftigten sich die Kids an vier Tagen mit der biblischen Geschichte von Jonathan und David.

Für den andern da sein

„Das Thema ist gerade in Zeiten des Digitalen wichtig für Kinder“, erklärt Organisatorin Sabine Wunsch. Freundschaft bedeute nicht, viele Likes für ein Bild auf Instagram zu erhalten, sondern miteinander direkt zu interagieren und zu kommunizieren, den anderen zu sehen und für ihn da zu sein, fügt sie hinzu. Besonderer Clou der KiBiWo war der Besuch der außerirdischen Prinzessin, die nur die virtuelle Welt kannte und nicht wusste, was ein Freund ist. Die Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klassen erklärten ihr, was diese besondere Verbindung zwischen zwei Menschen ausmacht, und gaben ihr die erlernten Tipps weiter. Auf diese Weise vertiefte sich das Erlernte noch einmal.

Die außerirdische Prinzessin (re.) schaute der Tanzgruppe zu. | Foto: Anna Mazzalupi
Die außerirdische Prinzessin (re.) schaute der Tanzgruppe zu. | Foto: Anna Mazzalupi

Beim Abschlussgottesdienst mit Eltern und Großeltern, zu dem die Teilnehmer gemeinsam mit den 23 ehrenamtlichen Mitarbeitern traditionell singend vom CVJM-Haus durch die Gertenbachstraße zur Kirche Heilig Kreuz zogen, war die Prinzessin ebenfalls zu Gast. Die verschiedenen Arbeitsgruppen präsentierten die Ergebnisse der Woche. Letizia (9), Juliana (8) und Giulia (9) waren aufgeregt, denn sie führten in der Kirche einen Tanz auf. Dafür bekamen sie viel Applaus. „Mir hat die Woche sehr gut gefallen. Vor allem, dass wir jeden Morgen darüber gesprochen haben, was wir am Vortag gemacht haben“, sagt Letizia.

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Ihre Kreativität konnten die Kinder zudem beim Bemalen von Shirts, einer Foto-Story oder der „KiBi-Schau“, einer Tagesschau, ausleben. „Das finde ich total klasse“, merkt Mutter Anna-Maria Lehmann an. Ihre Tochter Julia (8) war zum ersten Mal bei der KiBiWo dabei und fand direkt eine neue Freundin. „Ich habe nur Positives von ihr gehört. Und besonders toll finde ich, dass hier Jugendliche etwas mit Kindern machen“, betont sie. Denn unter den ehrenamtlichen Helfern sind viele Jugendliche, die als Kind schon selbst an dem Projekt teilgenommen haben. „Ohne die Ehrenamtler würde das gar nicht funktionieren“, betonte Lehmann, die vor allem die Organisation der Küchenfee Cornelia Röhrig begeistert lobt.

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