Stiftung Tannenhof: Neue Wohnstätte für selbstbestimmtes Leben

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Gruppenbild mit Dame: Stiftung Tannenhof lebt Integration ohne Abfälligkeit. | Foto: Sascha von Gerishem
Gruppenbild mit Dame: Stiftung Tannenhof lebt Integration ohne Abfälligkeit. | Foto: Sascha von Gerishem
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Es war ein herzlich gestalteter Festakt, mit dem die Evangelische Stiftung Tannenhof die neue Wohnstätte eröffnete, und viele Gästen, darunter Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, konnten die hellen, modernen Räume besichtigen und auch die ersten Bewohner kennenlernen, die schon bald unter einer neuen Anschrift mit Dorfanschluss leben werden.

Neues Heim und Heimat

„Alles braucht seine Zeit, auch die Errichtung dieser Wohnstätte für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und hohem Hilfebedarf“, begrüßte der Kaufmännische Direktor Dietmar Volk die Gäste und Freundinnen und Freunde der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Schon vor zehn Jahren begannen die Planungen zur schrittweisen Erweiterung des Quartiers Remscheid Tannenhof. „Wir wollen mit unseren Baumaßnahmen Stadträume vernetzen, neue Angebote schaffen und mit neuen Wegen das Quartier weiter öffnen und damit den Abbau von Barrieren hier im Tannenhof erreichen“, führte Volk weiter aus.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Stiftung viele Bauprojekte geplant und umgesetzt, meist im Klinikbereich, nun auch im Bereich des integrativen Wohnens, das dem dringenden Bedarf nach kleinteiligen, gruppenbezogenen Wohnformen gerecht wird und zwei Wohngruppen für je acht Personen zur Verfügung steht.

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Einen „Quantensprung in der Entwicklung“ für die Bewohnerinnen und Bewohner nannte Pfarrer Uwe Leicht, geistlicher Vorsteher der Stiftung Tannenhof, den nun entstandenen Neubau. „Mehr Komfort, mehr Platz, eine eigene Dusche und eigene Toilette, alles neu und eine eigene Wohnadresse: Remscheider Straße 80, Zugang unmittelbar zum Wohnquartier an der Straße, zum Ort, zum Bus, zur Stadt – wir sind ein Teil dieser Stadt“, präzisierte Leicht die Komponenten, die die Integration vorantreiben und auch psychologisch wertvolle Impulse liefern. Professor Eugen Davids, Ärztlicher Direktor der Stiftung, hob zusätzlich die besondere Bedeutung der medizinischen und psychiatrischen Versorgung der Menschen hervor, die durch die unmittelbare Nähe zur betreuenden Fachklinik sichergestellt ist.

„Ich könnte dieses neue Gebäude in einem Wort zusammenfassen, weil ich eben mit einem der künftigen Bewohner gesprochen habe, den ich seit rund 30 Jahren kenne. Und ich fragte: ‚Wie geht es dir, wie ist es dir?‘ und er sagte: ‚Läuft!‘ – ich glaube, das reicht“, brachte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auf den Punkt, dass auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben und dabei die Unterstützung bekommen sollen, die sie brauchen.

Wieder Hoffnung zu schöpfen, eine sichere Basis zu finden, neue zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, soziale Integration und Kompetenzen zum Lösen von Problemen zu erwerben seien neben der Behandlung mit Medikamenten Inhalte der Gesundung, verkündeten die Einrichtungsleitenden Sieglinde Rühl-Schulz und Günther Fuchs, die sich mit allen künftig Bewohnenden freuen, das Haus auch bald beziehen zu können und mit Leben füllen werden. Und so bedankte sich der Bewohnerbeirat herzlich bei allen Beteiligten für sein neues Zuhause, und dass alle zu ihrer Einweihungsparty gekommen seien. Läuft.

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