Klaviermusik bei Kerzenschein

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Peter Bonzelet am neuen Flügel in Heilig Kreuz. | Foto: Sarah Gold
Peter Bonzelet am neuen Flügel in Heilig Kreuz. | Foto: Sarah Gold
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Peter Bonzelet spielte in der Kirche Heilig Kreuz ein Benefizkonzert zugunsten des neuen Flügels.

Peter Bonzelet Kantor der katholischen Gemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz in Lüttringhausen, ist als Musiker bekannt, der nie ohne ein gewisses Maß an Herzblut spielt. Das konnte man erst kürzlich in seinem Karnevalskonzert (wieder einmal) erleben. Aber der Organist, Chorleiter und eben auch Pianist kann nicht nur Karneval, nein, auch die besinnlichen, eher leisen und nachdenklichen Töne sagen ihm viel.

Benefizkonzertreihe am Flügel

Zur endgültigen Finanzierung des neu angeschafften Stutzflügels in der Kirche spielte Bonzelet am Nachmittag des 31. März unter dem schönen und passenden Motto „Klaviermusik bei Kerzenschein“ ein Solokonzert auf eben jenem Instrument. Und in der Tat brannten in der Kirche Heilig Kreuz mehr als eine Handvoll Kerzen und verbreiteten eine heimelige Atmosphäre, die der Musiker jetzt nur noch füllen musste.

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Das von ihm ausgesuchte Programm begann mit J.S. Bach (Invention f-moll), berührte Mozart und van Beethoven (Das Adagio aus der Mondscheinsonate ist eines der Stücke, die zu hören man nie müde wird, oder?), ging zu Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ über und verharrte bei Frederic Chopins berühmter Regentropfen-Prelude. Über Robert Schumanns „Träumerei“ (Pflicht bei einem solchem Konzert) ging es zu Fritz Kreisler. Und wer erinnert sich noch an „Ballade pour Adeline“, jene über-schwülstige Pianomelodie, die vor gefühlten 40 Jahren ein Hit des Pianisten Richard Clayderman gewesen war? Jaja. Aber auch die modernere Musik brachte Peter Bonzelet zu Gehör. „River Flows In You“ heißt eine berühmte Komposition des südkoreanischen Pianisten Yiruma, der deutlich von der Minimal-Musik beeinflusst ist und eine Ergänzung zum zur Zeit wohl angesagtesten Komponisten der Neo-Klassik, dem Italiener Ludovico Einaudi, darstellt.

Schade eigentlich, dass der Flügel nun bezahlt ist. Solche Konzerte möchte man durchaus öfter hören.

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