Zukunftssichere Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege

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Rita Bugenhagen, Leitung Diakonisches Bildungszentrum Bergisch Land, Andreas Fischer, Pflegedienstleitung des Agaplesion Bethesda Wuppertal Krankenhauses, und Rita Fruscalzo, Pflegedienstleitung der Evangelischen Stiftung Tannenhof. | Foto: Evangelische Stiftung Tannenhof
Rita Bugenhagen, Leitung Diakonisches Bildungszentrum Bergisch Land, Andreas Fischer, Pflegedienstleitung des Agaplesion Bethesda Wuppertal Krankenhauses, und Rita Fruscalzo, Pflegedienstleitung der Evangelischen Stiftung Tannenhof. | Foto: Evangelische Stiftung Tannenhof
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Krankenpflegeschule am Diakonischen Bildungszentrum in der Stiftung Tannenhof stellt sich neu auf.

Rita Bugenhagen, seit Oktober die neue Schulleitung am Diakonischen Bildungszentrum (DBZ) Bergisch Land, stellte sich am Montag in der Krankenpflegschule der Öffentlichkeit vor. Hier erklärte sie gemeinsam mit Vertretern der Trägerkrankenhäuser, vor welchen Herausforderungen sie gemeinsam mit ihren Dozenten-Kollegen derzeit steht. Denn die Politik hat beschlossen, dass die Ausbildung in der Pflege ab 2020 neu geregelt wird. „Konkret heißt das, dass aus drei Pflegeberufen – nämlich Alten-, Kinder- und Erwachsenenpfleger – ein Beruf gemacht wird: Die Auszubildenden erlernen in ihrer dreijährigen Ausbildung alle drei Bereiche und können sich danach auf ein Gebiet spezialisieren“, fasst Bugenhagen die Änderungen zusammen. Der neue Beruf heißt dann Pflegefachfrau -bzw. fachmann.

Pflegeberuf mit internationaler Anerkennung

Ein Vorteil: Deutschland stellt sich in diesem Bereich nun auch international auf, denn eine solche generalistische Ausbildung gibt es in anderen europäischen Ländern seit jeher. „Nur in Deutschland konnte man sich für einen der drei Pflegebereiche entscheiden – alle anderen Länder kennen die Unterscheidung gar nicht“, ergänzt Dietmar Volk, Geschäftsführer des DBZ. So haben es Pflegekräfte nun leichter, im Ausland Arbeit zu finden, da ihre Ausbildung nun international anerkannt ist. „Definitiv ein Anreiz für junge Menschen“, weiß Bugenhagen.

Schülerinnen mit Simulationsanzügen im Klassenzimmer. | Foto: Evangelische Stiftung Tannenhof
Schülerinnen mit Simulationsanzügen im Klassenzimmer. | Foto: Evangelische Stiftung Tannenhof
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Auch wenn der Lehrplan noch nicht bekannt ist – der Rahmenlehrplan wird von der Bundesregierung voraussichtlich im Juli bekannt gegeben – so stellt sich das DBZ jetzt bereits neu auf: „Wir haben fünf neue Dozenten eingestellt, darunter einen Psychologen und eine Altenpflegerin. Zudem haben wir eine Kindersimulationspuppe angeschafft sowie Simulationsanzüge, mit deren Hilfe die Schüler erleben können, welche Schwierigkeiten ältere Menschen beim Bewegen oder Sehen haben“, erläutert Bugenhagen mit Blick auf die neuen Anforderungen. „Generell können wir aber sagen, dass wir im DBZ ohnehin bereits breit aufgestellt sind. Schließlich haben wir mit dem Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal und der Evangelischen Stiftung Tannenhof als Trägerkrankenhäuser sowohl ein somatisches als auch ein psychiatrisches Krankenhaus, in denen die Schüler den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren.“

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