Europa wählt Menschenrechte

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Arthur Herzog (Versöhnungskirche), Joby Joppen (IK), Anne-Marie Faßbender (RS Tolerant), Erden Ankay-Nachtwein (Integrationsrat), Olaf Wiegand (EMA), Antonio Scarpino (SPD) (v.l.). Foto: Cristina Segovia-Buendía
Arthur Herzog (Versöhnungskirche), Joby Joppen (IK), Anne-Marie Faßbender (RS Tolerant), Erden Ankay-Nachtwein (Integrationsrat), Olaf Wiegand (EMA), Antonio Scarpino (SPD) (v.l.). Foto: Cristina Segovia-Buendía
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Aktionsbündnis Remscheid Tolerant präsentiert Programm für Internationale Wochen gegen Rassismus.

Übernächsten Samstag starten bundesweit die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vom 9. bis 29. März lädt das Aktionsbündnis Remscheid Tolerant, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern auch bei uns in der Stadt zu elf Veranstaltungen, die interessierten Bürgern Raum für Begegnungen und Austausch bieten. Anlässlich der anstehenden Europawahl und dem aufkeimenden Rechtsruck auf dem alten Kontinent, stehen die Aktionswochen unter dem Motto „Europa wählt Menschenrechte“.

Gemeinsam mehr erreichen

Europa ist bunt und vielfältig, sowohl in seiner Topografie als auch in seiner Kultur und Sprache. Dass es nicht überall gleich aussieht, riecht und schmeckt, macht diesen Kontinent, trotz vergleichsweise kurzer Wege, so besonders und interessant. Eine Tatsache, die sich im Kleinen auch in Remscheid widerspiegelt, der kleinsten Großstadt Deutschlands, in der 120 Nationen friedlich zusammenleben. „Wir wollen was dafür tun, dass es auch so bleibt“, äußerte Olaf Wiegand, stellvertretender Rektor am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Die Schule bietet sich mehrfach als Gastgeber für Veranstaltungen an. Aber auch andere Gruppen, Organisationen und Parteien haben sich zusammengefunden, um mit einem abwechslungsreichen Programm für Zusammenhalt statt Ausgrenzung zu werben.

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Dass man gemeinsam mehr erreichen kann, stellen beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt, die Alevitische Gemeinde, SPD und Schlawiner unter Beweis und laden am Samstag, 23. März, von 14 bis 19 Uhr, „Hand in Hand“ zu einer Benefizveranstaltung zugunsten der ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisches Land ein. Im Vaßbendersaal, Schulgasse 1, werden portugiesische Folklore und italienischer Gesang sowie türkische Köstlichkeiten angeboten. Es ist die einzige Veranstaltung im Programm, die Eintritt (sechs Euro im Vorverkauf, acht Euro Tageskasse) verlangt, da möglichst viel für den guten Zweck gesammelt werden soll.

Doch den Startschuss in die internationalen Wochen gegen Rassismus gibt traditionell die SPD in ihrer Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39. Los geht es dort am Samstag, 9. März, um 19 Uhr. Überschrieben ist der Abend mit dem Titel „Von Mensch zu Mensch mit Bild, Wort und Gesang“. Vorgestellt werden Bilder der in Anatolien geborenen Remscheider Künstlerin Sevim Güngörem, die ihre Gäste auf eine Reise zwischen den Kulturen mitnimmt.

Dreimal in Lüttringhausen

In Lüttringhausen werden gleich drei der elf Veranstaltungen stattfinden: Am Dienstag, 12. März, ist Daysi Raquel Rodriguez Fuentes aus San Salvador im katholischen Jugendfreizeitheim, Richard-Pick-Straße 4, zu Gast. Sie referiert über die kaum existenten Zukunftsperspektiven Jugendlicher Salvadorianer. Ein Caritas-Projekt vor Ort bietet ihnen Alternativen, um nicht auswandern zu müssen.

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph kommt am Mittwoch, 13. März, um ab 19.30 Uhr im Rathaus – vor dem Hintergrund antisemitischer Übergriffe – von der Schwierigkeit einen israelisch-palästinensisch-deutschen Dialog zu referieren.

Am Mittwoch, 27. März, geht es im Flair-Weltladen ab 19 Uhr um faire Kleidung. Mit der WDR-Dokumentation „Mode schlägt Moral“, wird in das Thema eingeführt. Im Anschluss führt der Solinger Landtagsabgeordnete Josef Neumann, der selbst die Textilindustrie in Bangladesch besuchte, durch eine Diskussionsrunde.

Ökumenisches Friedensgebet

In Lennep laden die Kirchengemeinden am Donnerstag, 28. März, um 18.30 Uhr gemeinsam zum ökumenischen Friedensgebet in St. Bonaventura ein.

Darüber hinaus dürfte auch die Autorenlesung mit dem Wipperfürther Willibert Pauels („Ne bergische Jung“) am Freitag, 22. März, um 19 Uhr in der Versöhnungskirche, Burger Straße, interessant werden: Der Diakon und Kabarettist liest aus seinem Buch „Lachen Leiden Lust am Leben – die befreiende Kraft der Religion“ und erzählt über die Bedeutung des Glaubens.

Ob die Rechtsentwicklung in Europa eine Gefahr für die Demokratie ist, diskutieren zum Abschluss André Hahn (Linke) aus Remscheids Partnerstadt Pirna und Mitglied des Bundestages und der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf (SPD), am Freitag, 29. März, um 19 Uhr in der Mensa des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.

Das komplette Programm, auch mit den Terminen zu Filmvorführungen und den geführten Besuchen durch den Remscheider Pferdestall, gibt es demnächst online unter www.remscheid-tolerant.de.

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