Welt ohne Mauern

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Wie schön wäre eine Welt ohne Mauern. Die Menschen könnten frei aufeinander zugehen. Doch die Realität sieht leider anders aus. So hält der amerikanische Präsident Trump an seinem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko fest. Die Mauer soll die Einfuhr von Drogen verhindern und illegale Einwanderer stoppen. Erinnern wir uns noch an die Berliner Mauer, die Jahrzehnte lang für eine Trennung innerhalb Deutschlands sorgte. Es gibt aber auch unsichtbare Mauern um uns herum. Neulich habe ich einen Patient im Krankenhaus besucht. Im Laufe des Gespräches beklagte er mir seine Enttäuschung darüber, dass sein bester Freund ihn nicht besuche. Der Entschluss für diesen Patienten stand fest, die Freundschaft zu kündigen. Somit baut er eine unsichtbare Mauer zwischen ihm und seinem Freund. Unsichtbare Mauern bauen viele, um sich z.B. vor Verletzungen zu schützen, weil sie ihren Mitmenschen nicht vertrauen. So bleiben sie lieber verschlossen, als offen über ihre Ansichten und ihr Empfinden zu sprechen, um Verletzungen zu vermeiden. Unsichtbare Mauern können auch durch Streit, Ängste und schlechte Erfahrungen entstehen. In der Folge isolieren wir uns und werden unglücklich. Indem man nicht miteinander offen redet, entstehen zwangsläufig Missverständnisse, die im schlimmsten Falle in Hass umschlagen können. Um Mauern zu überwinden brauchen wir Ideen, Selbstüberwindung und Hilfe. Einer, der uns immer helfen will, ist Gott selbst. So heißt es in Psalm 18,30 „Mit dir überspringe ich Mauern.“ Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Gott derjenige ist, der uns Wege der Überwindung zeigen will und uns begleitet. Durch das Vertrauen auf Gottes Hilfe können wir Kraft bekommen, um den ersten Schritt auf z.B. einem im Streit liegenden Menschen zu machen und die trennende Mauer zwischen ihnen zu überwinden. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie den Mut besitzen, Ihre möglicherweise unsichtbaren Mauern im Vertrauen auf Gottes Hilfe zu überwinden.

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