Das Bankgeschäft wird immer digitaler

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Herbert Thelen, Michael Wellershaus, Ann-Kristin Soppa und Frank Dehnke (v.l.) haben allen Grund zur Freude. Foto: Anna Mazzalupi
Herbert Thelen, Michael Wellershaus, Ann-Kristin Soppa und Frank Dehnke (v.l.) haben allen Grund zur Freude. Foto: Anna Mazzalupi
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Stadtsparkasse Remscheid blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück und wächst in fast allen Sparten.

Geldangelegenheiten werden immer häufiger online über die Internetfiliale oder die App abgewickelt. 2018 nutzten 50 Prozent der Privat- und sogar 77 Prozent der Firmenkunden das Online-Banking der Stadtsparkasse Remscheid. Rund 15.300 Besuche gibt es am Tag in der digitalen Geschäftsstelle der Bank. Die Sparkassen-App hat knapp 11.000 Nutzer. „Der Kunde kommt immer seltener in die Filiale“, sagte das stellvertretende Vorstandsmitglied Herbert Thelen im Bilanzgespräch. Durchschnittlich einmal im Jahr betritt der Kunde eine der Geschäftsstellen, aber bis zu 200 Mal die App, die Funktionen wie den elektronischen Safe oder das mobile Zahlen ermöglicht.

Dehnke als Vorstand bestätigt

Dieses Verhalten der Kunden hat allerdings Auswirkungen auf das analoge Filialnetz. Die Schließung des Standortes in Vieringhausen hat zwar viel Protest hervorgerufen, wird aber am 29. März erfolgen. An dem Tag wird auch der Automat am Lenneper Kreishaus abgebaut, da die große Geschäftsstelle am Eingang zur Altstadt in unmittelbarer Nähe ist. Dort wird es ab dem 1. März von 12.30 bis 14 Uhr eine Mittagspause geben. Außerdem wird sie im Sommer zur Azubi-Filiale. Der Geldautomat in Bergisch Born bleibt in der SB-Filiale. Der Hasenberger Standort wird zum 31. September 2019 schließen.

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Dennoch haben Frank Dehnke, der erneut für fünf weitere Jahre in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender bestätigt wurde, Grund zur Freude. Trotz der Umstrukturierungen und Gebühren konnte die Sparkasse im vergangenen Jahr 4300 neue Kontoeröffnungen als Plus verzeichnen. Insgesamt gibt es damit 75.000 Giro- und Tagesgeldkonten. „Wir wachsen im gesunden Maße“, merkte Dehnke auch mit Blick auf die Bilanzsumme an, die um gute 3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Wichtig sei es, beides – analoge Beratung sowie digitale Finanzen – zu bedienen, sagte Michael Wellershaus, Vorstandsmitglied. Der Kundenservice werde rege genutzt. 110.000 Anrufe gab es dort 2018.

Ein positives Signal für Remscheid sei die Investitionsfreude in Immobilien – und zwar nicht nur in Neubauten. Ein zehnprozentiges Wachstum durfte die Sparkasse hier in ihre Bücher notieren. Auch die Firmenkunden haben in Produktionsmittel und Standort investiert. Zudem hat sich das Kreditvolumen, speziell im Privatkundenbereich, gesteigert. „Es gibt keine Kreditklemme. Aber wir achten darauf, dass die Kunden das auch nachhaltig finanzieren können“, betonte Dehnke.

Eine Veränderung machte sich auch im Bereich der Geldanlangen bemerkbar. Tagesgeldkonten bleiben zwar die größte Komponente. Aber die Nachfrage nach dem Sparkassenkapitalbrief werde immer größer. Zusätzlich konnte die Vermögensverwaltung erfolgreich in Kooperation mit der Frankfurter Bankgesellschaft implementiert werden, erklärte Thelen.

Engagement fürs Ehrenamt

Auch für 2019 hat sich das Remscheider Geldinstitut wieder soziales Engagement auf die Fahnen geschrieben. Schon im vergangenen Jahr wurden rund 280 verschiedene Projekte gefördert. Zwei davon reichte die Stiftung der Stadtsparkasse erstmals beim Stiftungswettbewerb „DAVID“ ein, die bundesweit zu den TOP 10 gehören.
Für das neue Jahr sind zudem eine Veranstaltung zur Vernetzung des Ehrenamtes sowie eine Unternehmensnachfolge-Börse geplant.

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