Rassenwahn – „Nie wieder!“

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Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall: Informieren und Aufklären. Foto: Burhan Türken
Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall: Informieren und Aufklären. Foto: Burhan Türken
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Gedenkstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall.

Es war kalt und es war feucht in der Gedenk- und Bildungsstätte „Pferdestall“ am Remscheider Quimperplatz; kein Sonnenstrahl fiel durch die kleinen Fenster. So herrschte im Grunde genommen die passende Atmosphäre, als sich dort mehrere Dutzend Menschen am vergangenen Sonntag, dem 27. Januar, einfanden, um Grauen und Elend des Holocausts in Erinnerung zu rufen. Vor genau 74 Jahren hatten russische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz erreicht und der industriellen Menschenermordung durch Adolf Hitlers willige Helfer ein Ende bereitet.

Mehrere Dutzend Menschen fanden sich zur Gedenkstunde im "Pferdestall" ein. Foto: www.kulturkreis.jetzt
Mehrere Dutzend Menschen fanden sich zur Gedenkstunde im „Pferdestall“ ein. Foto: www.kulturkreis.jetzt

Diesen Gedenktag in Remscheid nicht spurlos verstreichen zu lassen, das hatten Schüler*innen des Geschichtsarbeitsgemeinschaft des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums angeregt, wie dessen ehemaliger Direktor Hans Heinz Schumacher, der heute an der Spitze des Vereins Gedenkstätte Pferdestall steht, berichtete.Er appellierte an die Standhaftigkeit der Deutschen: sie dürften ihren Nachkriegsvorsatz, „Nie wieder“ dem Rassismus und der daran geknüpften Menschenverachtung, -verfolgung und -auslöschung eine Chance zur Ausbreitung zu geben, nicht fahren lassen. Von Generation zu Generation müssten sie alles daran setzen, dass Zweifel an ihrem Willen, jedweder Ausgrenzungsdoktrin zu entsagen, nicht aufkämen.

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Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz warb dafür, der Glaubens-, Herkunfts- und Meinungsvielfalt mit der Grundhaltung des Respekts zu begegnen, statt dem irrlicht einer rasenden Unduldsamkeit, eines rasenden Nationalismus zu folgen. Dass die planmäßige Judenvernichtung um Remscheid keinen Bogen gemacht hatte, verdeutlichten zwei geschichtsinteressierte Schülerinnen, indem sie von mindestens 21 von hier nach Auschwitz Deportierten sprachen, von denen nur zwei das höllische Lager überlebten.

Dann schwebten Gitarrenklänge, das Lied der Moorsoldaten, durch den kargen Raum und am Schluss fiel mildes Kerzenlicht auf einen niedergelegten Kranz.

Mildes Kerzenlicht fiel auf den niedergelegten Kranz. Foto: www.kulturkreis.jetzt
Mildes Kerzenlicht fiel auf den niedergelegten Kranz. Foto: www.kulturkreis.jetzt

Gut zu wissen

Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall unterhält eine eigene Facebookseite, auf der regelmäßig Informationen veröffentlicht werden: Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V.

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