OB: Bibliothek gehört ins Zentrum

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Stephan Jasper vertritt das Thema „Stadtteilbibliothek“ für den Heimatbund mit Nachdruck. Foto: www.juudo-fotografie.de
Stephan Jasper vertritt das Thema „Stadtteilbibliothek“ für den Heimatbund mit Nachdruck. Foto: www.juudo-fotografie.de
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Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Wohnraum 55+“ fand seine Zustimmung beim Kottenbutteressen.

Ein möglicher Neubau für die Stadtteilbibliothek Lüttringhausen ist für viele eine geeignete Möglichkeit, die Bibliothek zukunftsfähig zu machen. Gemeinsam forcieren der Heimatbund Lüttringhausen, die Lütteraten sowie der Verein „Wohnraum 55+“ einen neuen Standort auf dem ehemaligen Gelände der Grundschule Eisernstein, in dem sowohl die Bücherei als auch ein Mehrgenerationenwohnen untergebracht sind. Doch noch ist offen, ob diese Idee realisiert werden kann.

Keinen neuen Leerstand

Beim traditionellen Kottenbutteressen brachte Heimatbundvorstandsmitglied Stephan Jasper das Thema auf den Tisch. Denn: 2021 läuft der Mietvertrag für die aktuellen Räume an der Gertenbachstraße aus. Ende 2020 muss entschiedenen werden, ob der Vertrag für weitere fünf Jahre verlängert wird. Allerdings sind die fehlende Barrierefreiheit und Besuchertoiletten ein Problem an dem Standort. „Ich habe lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Es stehe einem Neubau für die Bibliothek skeptisch gegenüber. Den aktuellen Mietvertrag habe die Stadt zu sehr günstigen Konditionen, merkte er an, ohne Details zu nennen. Zudem sei die Lage direkt im Zentrum ideal. Ungern würde er einen neuen Leerstand hervorrufen wollen. Zwar ließe sich an der fehlenden Barrierefreiheit nichts ändern, aber Gespräche zu der möglichen Installation von Toiletten laufen. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung präsentiert werden.

Ulrich Banck vom Verein Wohnraum 55+. Foto: www.juudo-fotografie.de
Ulrich Banck vom Verein Wohnraum 55+. Foto: www.juudo-fotografie.de
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„Wichtig ist, dass die Bibliothek zentral erhalten bleibe“, betonte er. Das sieht Jasper auch
mit einem Neubau am Schützenplatz gegeben. Immerhin wurde bei anderen Planungen von der „Neuen Mitte“ gesprochen. Auch für Bewohner in Klausen sei der Ort dann etwas näher. Außerdem werde das Thema Barrierefreiheit aufgrund des demografischen Wandels zunehmend wichtiger. Das Thema sollte man nicht an den Rand schieben, mahnte er.
Offener zeigte sich der OB gegenüber den Plänen zum Mehrgenerationenwohnen, für das sich der Verein „Wohnraum 55+“ rund um den Vorsitzenden Ulrich Banck einsetzt. Die 16 Mitglieder verfolgen die Realisierung eines Wohnprojekts mitten in Lüttringhausen, um etwas gegen Vereinsamung im Alter zu tun. Etwa acht Wohnungen mit zusätzlichen Gemeinschaftraum sowie Sportraum sind das Ziel für die Gemeinschaft. Auch ein Engagement in der Bibliothek ist vorstellbar. Vor allem, wenn sie im selben Haus im Parterre beheimatet wäre, erklärte Banck.

Schützenplatz-Pläne in 2019

Es seien seitens der Stadt schon viele Standorte diskutiert wurden, merkte Mast-Weisz an. „Ich würde mich freuen, wenn es zustande kommt“, betonte er. Eine Verknüpfung mit der Stadtteilbibliothek sehe er aber nicht unbedingt. Ob das Projekt auf dem Gelände am Schützenplatz umgesetzt werden könnte, hänge letztlich aber auch davon ab, welche Pläne der mögliche Investor dafür habe. Noch in diesem Jahr sollen die Planungen für das Grundstück, dass seit dem Brand der Grundschule 2012 brachliegt, vorangetrieben werden.

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