Vorsätze!

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Na?! Was haben Sie sich für das frisch gestartete Jahr 2019 denn vorgenommen? Weniger Süßes, weniger Alkohol, weniger Zigaretten, weniger Autofahren oder weniger Couchpotatoes…? Viele Vorsätze ranken sich um den Jahresbeginn, irgendwie hat der „Übergang“ was Mystisches. Dabei könnten wir doch eigentlich jeden Tag „neu beginnen“, etwas ändern oder anders machen. Doch, wir tun es nicht, oder nur ganz selten. Warum ist das so?

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, hat Hermann Hesse 1941 in seiner Gedichtreihe „Stufen“ einmal betont. Und er hat recht, denn genau so ist es ja, wenn wir aus dem Elternhaus oder in eine andere Stadt ziehen, einen neuen Lebensabschnitt starten oder zu einer Kulturreise aufbrechen. Wir beginnen noch einmal neu, kaufen neue Klamotten, richten uns ein oder reduzieren auf das Nötigste. Da sind wir im neuen Lebensabschnitt angekommen. Neue Frisur, neue Lebensbedingungen, neue Strategie. – Aber wenn wir diese Veränderungen in der nahen Zukunft einmal nicht erwarten können, weil Beruf, Beziehung und Ortsverbundenheit das nicht zulassen, dann haben wir ja immer noch den Jahreswechsel. Ein Laster beenden oder zumindest für das Jahr „ruhen lassen“.

Das ist gut und wichtig, kann aber auch frustrieren, wenn man schon nach zehn Tagen merkt: Es klappt nicht, wir bleiben im Alten und Gewohnten haften. Auf einer Postkarte stand einmal „Wir leben in den Ruinen unserer Gewohnheiten“. Das hat mich beschäftigt und berührt. Ist es wirklich so? Gibt es dazu keine Alternativen? – Ich denke: Doch ja, die gibt es durchaus! Doch wir müssen sie wollen und dann auch umsetzen. Jeden Tag neu. Wenn wir das wollen. Lassen wir es krachen dieses Jahr. Gott gebe uns den Willen und die Kraft und das Durchhaltevermögen dazu. Denn „jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne“.

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