Ein symbolisches Belfi-Eis

Erdrutsche in Italien verwüsten große Teile des Belfi-Heimatdorfs.

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„Uns geht es allen gut, Gott sei Dank! Ich bin gerührt über so viel Solidarität, viele haben uns geschrieben und gefragt, wie sie helfen können. Das ist einfach sagenhaft! Für Mama, Daniele und mich ist diese Hilfsbereitschaft ein Zeichen, dass wir in Lüttringhausen und Lennep viele Freunde haben. Das ist ein wunderschönes Gefühl“, schreibt Marzia Belfi. Foto: privat
„Uns geht es allen gut, Gott sei Dank! Ich bin gerührt über so viel Solidarität, viele haben uns geschrieben und gefragt, wie sie helfen können. Das ist einfach sagenhaft! Für Mama, Daniele und mich ist diese Hilfsbereitschaft ein Zeichen, dass wir in Lüttringhausen und Lennep viele Freunde haben. Das ist ein wunderschönes Gefühl“, schreibt Marzia Belfi. Foto: privat
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Erdrutsche in Italien verwüsten große Teile des Belfi-Heimatdorfs.

von Lino Kammin

Wahrscheinlich sind sie die bekannteste Familie in Lüttringhausen. Jeder im Ort freut sich, wenn mit Frühlingsbeginn die neue Eissaison beginnt. Die Wintermonate verbringt Familie Belfi in ihrem Heimatdorf, Zoppe di Candore, in den Dolomiten am Fuße des Monte Pelmo.

Unwetterwarnungen

Am 28. Oktober brach plötzlich der Kontakt der Familie Belfi zu ihren Freunden im Bergischen Land ab. Ihre letzte Nachricht über WhatsApp klang beunruhigend: „Wir haben Unwetterwarnungen, schlechtes Wetter, starken Regen und Sturm. Die Straßen sind bereits gesperrt worden. Ich habe richtig Angst.“

Die Angst war berechtigt. Erd­rutsche ergossen sich in den kleinen Ort. Hänge vor den Häusern verschwanden samt der Terrassen. Bäume wurden umgepustet. Abgeschnitten vom Rest der Welt ohne Strom und Wasser blieben die Bergbewohner drei Tage auf sich gestellt bevor die Feuerwehr sie erreichte. Gott sei Dank kam kein Mensch zu Schaden. Aber der materielle Schaden ist groß. Fünf Häuser mussten evakuiert werden. Die Betroffenen kamen bei Verwandten oder im Gemeindehaus unter.

Jetzt heißt es aufräumen und die Wege wieder von umgestürzten Bäumen und Unmengen Schlamm und Geröll befreien. Marzia Belfi schrieb am 3. November: „Unsere Männer haben mit den Aufräumarbeiten begonnen, damit wir wenigstens bis ins Dorf gelangen. Ich versorge sie mit Kuchen und heißen Getränken. Wir haben immer noch Angst, dass weitere Hänge abrutschen. Tausend Bäume sind hinter unserem Haus vom Sturm umgeknickt worden und, Gott sei Dank, hat keiner unser Haus getroffen.“ Marzia ist begeistert von dem Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und von der Energie, mit der die jungen Menschen anpacken und jedem helfen.

Jeder kann helfen

Wie können Sie helfen? Mit dem symbolischen Kauf eines Belfi-Eises können Sie dem Dorf der Familie Belfi finanzielle Hilfe zukommen lassen. Zu dem Zweck stehen vom 9. bis zum 23. November Spendendosen im Flair-Weltladen, Gertenbachstraße 17, und im evangelischen Gemeindeamt, Ludwig-Steil-Platz 1b.

Update

Die Spenden, die beim Mätensingen in der Lütterkuser Altstadt eingesammelt werden, fließen ebenfalls an Zoppe di Candore (lesen Sie dazu: Martinszug und Mätensingen).

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