Lesung mit Werken von Wilhelm Busch

Angela Heise und Ulla Wilberg lasen im Rathaus Lüttringhausen vor einem kleinen Publikum.

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Angela Heise und Ulla Wilberg lasen im Lüttringhauser Rathauser von Wilhelm Busch vor. Foto: Anna Mazzalupi
Angela Heise und Ulla Wilberg lasen im Lüttringhauser Rathauser von Wilhelm Busch vor. Foto: Anna Mazzalupi
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Angela Heise und Ulla Wilberg lasen im Rathaus Lüttringhausen vor einem kleinen Publikum.

Max und Moritz und ihre Streiche kennt wohl jeder. Doch ihr Erfinder, der Pionier des Comics, Wilhelm Busch, hat noch vieles mehr geschrieben. Eine kleine Auswahl unbekannterer Werke des humoristischen Dichters präsentierten Ulla Wilberg und Angela Heise in der vergangenen Woche im Rathaus Lüttringhausen.

Biographische Ansätze

Zur Lesung „Wilhelm Busch – mehr als die fromme Helene“ vom Kulturkreis im Heimatbund Lüttringhausen in Kooperation mit der Stadt Remscheid fand sich allerdings nur ein kleines Publikum ein. Dabei hätte der Abend sicher nicht zuletzt durch die packende Art der beiden Frauen zu lesen, mehr Aufmerksamkeit verdient. Angela Heise arbeitete etwa bei den beiden Kapiteln aus dem Titelstück „Die fromme Helene“ nicht nur kraftvoll mit ihrer Stimme, sondern setzte auch akzentuiert ihre Körpersprache ein. Ulla Wilberg trug mit einem Lächeln auf den Lippen ganz sympathisch die humoristischen Verse Buschs vor.
Die Auswahl der Texte orientierte sich unter anderem auch an der Biographie des Autors Heinrich Christian Wilhelm Busch, die die beiden ebenfalls aufgearbeitet hatten. Viele Elemente seines Lebens spiegeln sich in seinen Werken wider. „Es ist spannend, die Gesichte des Autors zu recherchieren“, sagte Heise. Zeit seines Lebens war zum Beispiel die Beziehung zu Frauen für Busch problematisch. In seinen Werken werden sie stets als „freche Dinger“ oder „kräftige Damen“ überzeichnet, nennt Wilberg ein Beispiel. Kinder konnte er nicht ausstehen. Sie nahmen stets die Rolle der Lausbengel, wie beim Max und Moritz, ein.

Busch sei ein „Allround-Erzähler“ gewesen, merkte Wilberg an. Er hat unter anderem Märchen gesammelt und veröffentlicht. Außerdem schrieb er Lyrik und Prosa. Zu der Auswahl des Abends zählte neben „Klagelied eines Junggesellen“ und dem Volksmärchen „Das harte Gelübde“ auch „Der Nöckergreis“, „Für einen Porträtmaler“ sowie die Bildergeschichte „Die beiden Schwestern“.

Für Angela Heise war es eine der letzten Veranstaltungen als Mitwirkende des Kulturkreises. Sie werde nur noch bei zwei Veranstaltungen als Organisatorin dabei sein, verkündete sie. Aus persönlichen Gründen wolle sie sich aus dem Vorstand des Kulturkreises zurückziehen und sich wieder vermehrt ihrer Kunst widmen. Die Nachfolge sei bereits geregelt.

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