Das ist Bahnsinn: 150 Jahre

Heimatbund Lüttringhausen und Eisenbahnfreunde laden zum 150. Bahnhofsgeburtstag und 40. Jubiläum der Eisenbahnfreunde zu großer Sause mit Smart Mob E-Mobilität ein.

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Organisieren das Bahnhofsfest gemeinsam: Heimatbund und Eisenbahnfreunde. Foto: Anna Mazzalupi
Organisieren das Bahnhofsfest gemeinsam: Heimatbund und Eisenbahnfreunde. Foto: Anna Mazzalupi
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LA/LiB: Sonderbeilage 150 Jahre Bahnhof Lüttringhausen, 13. September 2018
LA/LiB: Sonderbeilage 150 Jahre Bahnhof Lüttringhausen, 13. September 2018

Heimatbund Lüttringhausen und Eisenbahnfreunde laden zum 150. Bahnhofsgeburtstag und 40. Jubiläum der Eisenbahnfreunde zu großer Sause mit Smart Mob E-Mobilität ein.

Die Spannung steigt: In zwei Tagen wird das 150-jährige Jubiläum des Bahnhofes Lüttringhausen gefeiert. Der Heimatbund Lüttringhausen lädt gemeinsam mit dem letzten, verbliebenen Mieter in der Immobilie, den Eisenbahnfreunden Remscheid, am 15. September zu einem nachhaltigen Familien- und Kulturfest ein. Das Programm geht ab 11 Uhr los und hat neben verschiedenen Talkrunden vor allem kulinarisch und musikalisch einiges zu bieten.

Kultur und Nachhaltigkeit

Als „Baustellen-Party“ bezeichnet Volker Beckmann vom Heimatbund das Nachhaltigkeitsfest unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Denn der neue Eigentümer, ein Investor aus Essen, hat nach dem Kauf der ehemaligen Bahnimmobilie im April bereits mit den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten, unter anderem am Dach, begonnen.

Die Eisenbahnfreunde freuen sich, dass sie ihr Domizil behalten können und bald neue Fens-
ter und Türen kommen sollen. Seit 13 Jahren treffen sie sich in der ehemaligen Bahnhofsgaststätte, haben dort viel in Eigenregie getan. Umso mehr freut es den Verein, bei dem Fest auch sein 40-jähriges Jubiläum begehen zu können. „Wir sind ganz stolz, so eine große Sause hinzukriegen“, erklärt Oliver Grünberg von den Eisenbahnfreunden. Dass das Gebäude zeitgleich 150 Jahre alt werde, sei ein guter Zufall. Die Eisenbahner zeigen unter anderem eine Fotoausstellung aus ihrem Archiv. Die Highlights der bergischen Eisenbahngeschichte werden in den Vereinsräumen zu sehen sein. Mit dem Fahrsimulator „ZuSi“ können die Gäste eine realitätsnahe Fahrt, unter anderem mit der Remscheider Straßenbahn, erleben. Alfred Quaiser hat umfangreich die Geschichte des Lütterkuser Bahnhofes recherchiert und wird Fragen dazu beantworten. Zudem wird es einen Modellbahnverkauf geben. Optimistisch zeigen sich die Eisenbahner, dass ein durch die Renovierungsarbeiten entstandener, kapitaler Wasserschaden an der Modellbahn bis Samstag wieder behoben ist.

Und auch am musikalischen Rahmen wollen sie sich beteiligen. „Polar Blue“, die Hausband der Eisenbahnfreunde, wird zwei Mal auftreten. Darüber hinaus sind Kai Heumann mit Mike Reinhardt, Volker Grünberg, Fachwerk-Frontfrau Bianca Rosa Klever sowie die Heart Devils auf der Bühne zu sehen. Die Lüttringhauser Volksbühne wird das kurze Stück „Im Abteil“ aufführen.

Neben Kultur und Unterhaltung bildet die Nachhaltigkeit die dritte Säule des Festes, erklärt Volker Beckmann. Das kulinarische Angebot liefern die Wuppertaler Lernkochschule „Cookin’Hope“ um Ahmad Daoud, die Fairtrade-Town Remscheid und Foodsharing mit veganen Suppen und Currywurst der Eisenbahnfreunde.

Die Stadt Remscheid beteiligt sich zudem mit einem Beratungsangebot zur energetischen Sanierung von Altbauhäusern und gibt Tipps zu Maßnahmen und Fördermöglichkeiten.
Darüber hinaus spielen E-Mobilität und Radverkehr eine große Rolle. Unter anderem wird über das vom Fachdienst Umwelt erarbeitete Mobilitätskonzept gesprochen. Die Elektrifizierung der Strecke Wuppertal-Remscheid-Solingen wird, genau wie die viel diskutierte Radtrasse nach Lüttringhausen, Thema sein. Für 15 Uhr ist ein „Smart Mob“ zur Sensibilisierung zur E-Mobilität und Klimaschutz geplant. Dazu sollen möglichst viele Besitzer von E-Autos, E-Bikes oder anderen Elektrofahrzeugen vor dem Bahnhof vorfahren. Angeführt wird der Zug von der EWR sowie Elektro Bornewasser, die sich mit der Eigenmarke „emobitec“ auf die Installation von Ladesäulen spezialisiert haben. Ansonsten ist die Von-Bottlenberg-Straße gesperrt, weshalb die Organisatoren zur Anreise per Rad, Bahn, Bus oder Fuß raten.

Das Fest dient aber nicht nur zum Feiern. Denn es ist auch gleichzeitig eine Probe, dessen Ergebnis zur Erstellung eines Raumnutzungskonzeptes dienen soll, erklären Grünberg und Beckmann. Der Aktionskreis, der sich Anfang des Jahres für den Erhalt des Bahnhofes engagiert hatte, ist noch immer an der Nutzungsmöglichkeit für Events im Erdgeschoss interessiert. Das solle für gewerbliche Zwecke zur Verfügung stehen, berichtet Grünberg von den Plänen des Eigentümers, der offen für die Ideen sei. Das Obergeschoss ist als Wohnraum vorgesehen.

Hier gibt es das Programm der Hauptbühne

Wir danken den Unterstützern, die maßgeblich zum Stattfinden des Bahnhoffestes beigetragen haben, sehr herzlich: Stadtsparkasse Remscheid, EWR, Bornewasser e.K. (emobitec), Berufsbekleidung Kotthaus

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