Reggae-Gottesdienst begeisterte

Volle Kirchenbänke in der evangelischen Kirche Lennep bei einem besonderen Gottesdienst.

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Reggae-Soul: Soulcoustixx mit Johannes Geßner. Foto: Elisabeth Erbe
Reggae-Soul: Soulcoustixx mit Johannes Geßner. Foto: Elisabeth Erbe
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Volle Kirchenbänke in der evangelischen Kirche Lennep bei einem besonderen Gottesdienst.

Tanzen in der Kirche? Beim „besonderen Gottesdienst“ der evangelischen Kirche Lennep ist das letzten Freitag möglich gewesen. Die Band „Soulcoustixx“ interpretierte alte Kirchenlieder ins Moderne und ließ sie im Reggae-Style erklingen. Die Band besteht aus Katharina (Gesang), Oman (Schlagzeug), Robin (Gitarre) und Keyboarder Maxi, der allerdings durch den Kreiskantor Johannes Geßner vertreten werden musste.

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

Die meisten Kirchenbänke waren während des Reggae-Gottesdienstes besetzt. „Der Reggae-Gottesdienst läutet in den Sommer ein. Mit Karibik verbinde ich Sommer, Sonne, Meer, Strand, Paradies.“, verkündete Pfarrerin Susanne Peters-Gößling. Sie schlug eine Brücke zwischen Reggae und der Befreiung der Sklaven aus Ägypten (Exodus). Dazu erklang das Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ im Reggae-Style.
„Die Karibik ist ein Sehnsuchtsort. Reggae passt dazu. Ich dachte, mit dem Thema wird es ein lockerer Sommergottesdienst. Aber als ich mich näher damit befasst habe, merkte ich, dass es doch um ein ernstes Thema geht“, begann Peters-Gößling. Zum Auftakt des besonderen Gottesdienstes erklang das Lied „Valerie“ von Amy Winehouse. Johannes Geßner hatte sichtlich Spaß an der neuen Melodie von „Lauda to si“ in der karibischen Version.

Bilder und Lesungen erläuterten die Hintergründe der Karibik und der Entstehung der Reggae-Bewegung. Dazu gehört die Geschichte der Sklaverei, der Verschleppung und der Unterdrückung und der Einfluss von Bob Marley (1945-1981). Reggae und Rastalocken waren sein Markenzeichen. Seine Musik war ein Bindeglied zwischen unterdrückten Völkern. Marleys Kindheit war von der Kultur der schwarzen Bevölkerung, von magischen Ritualen, vom Glauben an Geister und dem Christentum geprägt. Mit seiner Musik war er ein Revolutionär und prägte Millionen von Menschen. „Bob Marley hat ein eigenes Befreiungslied „Redemption Song“ dazu gesungen“, sagte Peters-Gößling. Sie predigte über Hoffnung in der Not und Gottes Versprechen. Beim letzten Lied „Three little Birds“ (Bob Marley) sangen alle klatschend mit.

Nach dem Gottesdienst wurden die Gottesdienstbesucher zu bunten Muffins, Obstsalat, Quarkspeisen, Rosinenkeksen und karibische Spezialitäten eingeladen. Johannes Geßner zeigt immer wieder Kreativität, die Gottesdienste neu zu gestalten. Die Band hatte er auf dem Spielplatz kennengelernt, wo die Kinder zusammen im Sand spielten.

Gut zu wissen

Die Reggae-Band kann man unter 01 62 / 4 04 53 38 buchen. Weitere Infos unter www.katharina-gremm.de.

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